NEWS
 2010
 2009
 2008
 2007
 2006
 2005
 AGENDA
 CH-ARTS
 REFERENZEN
 LINKS
 KONTAKT

© 2010 ch-arts

 NEWS   21.06.2006

 

ANNELISE COSTE

04.06.2006 - 23.07.2006

CAN - Centre d’Art Neuchâtel
Rue des Moulins 37
Case postale 2132
CH - 2001 Neuchâtel

T: +41 32 724 01 60
F: +41 32 724 01 71
info@can.ch
http://www.can.ch

Mi/Do/Fr:
Sa-So:
14-18Uhr
14-17Uhr


Annelise Coste, 2006
Photographe: Stephan Bernhard


Annelise Coste (*1973, lebt und arbeitet in Zürich) ist in der Schweizer Kunstszene durch ihre Zeichnungen bereits bekannt geworden. Ihre Zeichnungen sind von appellativer, literarischer und politischer Natur, auch dann, wenn sie in einigen Fällen frei von Text sind. Diese abstrakten Zeichnungen, in denen die Motive zu einer Selbständigkeit der Form gelangen, haben etwas Blumenhaftes und Dekoratives. Wie uneheliche Kinder von "Les Fleurs du Mal", führen sie als visuelle Gleise in subjektive Stimmungen und innere Bilder hinein.

Die technische Schnelligkeit ihres Zeichnens gleicht im Allgemeinen der Schnelligkeit der Wahrnehmung selber, die im Spannungsfeld ständiger Veränderungen und Ballungen stattfindet. Annelise Costes Zeichnungen bewegen sich in einem offenen Feld aus Emotionen und selektivem Denken. Das überraschende Einblenden von neuen Informationen entspricht den ständigen Anreizen unerwarteter Informationen des Alltags und macht sichtbar, dass Wahrnehmung nomadenhaft ist.

Das Nomadenhafte scheint in Annelise Costes Zeichnungen Programm zu sein. Es steht viel auf dem Spiel, denn sie appellieren gegen bestehende Machtstrukturen von Hierarchien: die Zeichnungen gemahnen an unseren Freiheitsdrang und an die dabei ungelösten Widersprüche und scheinbar unlösbaren Schwierigkeiten unserer Gesellschaft. Sie stellen kritische Kommentare unseres Zeitgeschehens dar und könnten auch propagierende Flugblätter oder Plakate sein. Dennoch ist der Bruch der Zeichnung sehr privat, sogar intim.

Annelise Coste nimmt das Blatt Papier nicht als ein abgeschlossenes Format. Oft führt sie die Zeichnung über den Rand des Papiers direkt auf der Wand weiter. Ganz im Sinne ihres Werkes, arbeitet sie selbst nomadenhaft ohne Protokoll und Kompositionszwang. Ihre Entscheidungen entspringen dem Moment des Zeichnens und treten als situative Setzungen im "richtigen" Augenblick auf dem wechselnden Zeichengrund in Erscheinung.






UP  


    

ANMELDUG
Bitte senden Sie mir den kostenlosen ch-arts-Newsletter

E-Mail-Adresse
(Wir garantieren, dass Ihre Adresse nicht an Dritte weitergegeben wird.)