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"EIN RING VON UNSCHÄTZBAREM WERT…"
AUSGEWÄHLTE PREISTRÄGER DES KAISERRINGS GOSLAR
30.07.2005 - 30.10.2005
museum franz gertsch
Platanenstrasse 3
CH - 3401 Burgdorf
T: +41 34 421 40 20 F: +41 34 421 40 21
info@museum-franzgertsch.ch
http://www.museum-franzgertsch.ch
Die-Fre:
Sam-Son:
Mon:
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11-19h
10-17h
geschlossen
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Cindy Sherman
Untitled # 96, 1981
Farbfotografie / Color Photography
61 x 122 cm
Courtesy Olbricht Collection
© Cindy Sherman
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Die Auswahl der Arbeiten von insgesamt 13 Ringträgern und -trägerinnen (Becher, Beuys, Boltanski, Gertsch, Holzer, Kentridge, Longo, Merz, Paik, Serra, Sherman, Sieverding und Twombly) konzentriert sich auf zwei Themenkomplexe. Im Mittelpunkt stehen zum einen verschiedene Facetten politisch-gesellschaftlicher Fragestellungen, zum anderen Mythos und Natur. Der künstlerische Zugang zu diesen Themen eröffnet dabei ein weites Spektrum an Techniken und Medien, das von Zeichnungen über Gemälde, Fotografie, und Film bis hin zu Objekten und raumgreifenden Installationen reicht.
Der jährlich verliehene Kaiserring der Stadt Goslar (D) zählt zu den renommiertesten Kunstpreisen weltweit; er würdigt Künstler, die der Kunst(-geschichte) der Gegenwart wesentliche Impulse verliehen haben. Mit diesem Preis wurden in der historischen Kaiserstadt Goslar herausragende Künstlerpersönlichkeiten wie Joseph Beuys, Richard Serra, Cy Twombly, Mario Merz oder Katharina Sieverding geehrt, die in der Ausstellung mit charakteristischen Arbeiten vertreten sind. Zum 75. Geburtstag von Franz Gertsch, Kaiserring-Preisträger 1997, und anlässlich der 30. Verleihung des Kaiserrings, vereint das museum franz gertsch eine Auswahl der erlesenen "Ringträger", darunter auch der amerikanische Zeichner Robert Longo, der für seinen 366-teiligen "Magellan-Zyklus" am 8. Oktober 2005 den Kaiserring erhalten wird.
Die Auswahl der Arbeiten von insgesamt 13 Ringträgern und -trägerinnen konzentriert sich auf zwei Themenkomplexe. Im Mittelpunkt stehen zum einen verschiedene Facetten politisch-gesellschaftlicher Fragestellungen, zum anderen Mythos und Natur. Der künstlerische Zugang zu diesen Themen eröffnet dabei ein weites Spektrum an Techniken und Medien, das von Zeichnungen über Gemälde, Fotografie, und Film bis hin zu Objekten und raumgreifenden Installationen reicht.
Um gesellschaftliche Erinnerungsarbeit geht es in Bernd und Hilla Bechers Fotoserien industrieller Bauten, auf andere Weise auch bei Christian Boltanskis kapitaler, 400 Fotografien umfassenden Installation "Suisses morts". Katharina Sieverdings monumentaler "Stauffenberg-Block" bezieht sich auf die Symbolfigur des deutschen Widerstandes gegen Adolf Hitler und thematisiert damit ebenso die gesellschaftliche Verantwortung und Moral des Individuums wie Jenny Holzer mit ihren Sinnsprüchen auf LED-Panels und anderen Trägern. Robert Longo und William Kentridge, von dem auch der Zeichentrickfilm "Tide Table" (2004) gezeigt wird, greifen in ihren Zeichnungen sozialkritische Themen auf.
Cindy Shermans "Centerfolds" schliesslich, Farbfotografien, die auf das Mittelposter von Erotikmagazinen verweisen, spielen mit Erwartungshaltungen und Rollenklischees unserer Mediengesellschaft.
Natur im Spannungsfeld zwischen Mythos und Technik bildet den anderen Themenschwerpunkt der Ausstellung. Das Spektrum reicht von lebendigen Fischen, die sich in einem Fernseh-Aquarium des Video-Pioniers Nam June Paik tummeln, über ein Krokodil mit Fibonacci-Neon-Zahlen von Mario Merz bis hin zur "Capri-Batterie" von Joseph Beuys. Cy Twombly verhandelt Natur auf einer poetisch-mythologischen Ebene.
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